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2:0 Heimsieg gegen Schönberg – Dynamo kann doch Spitzenspiele!

2:0 Heimsieg gegen Schönberg – Dynamo kann doch Spitzenspiele!

Es gibt Fußballer, die geben immer 100 %, dann gibt es echte Vollgaskicker und: Es gibt Thomas Friauf. Der mittlerweile 30-jährige Vater einer Tochter bewegt sich seit seinem ersten Fußballspiel bis heute immer an und oft auch über der Grenze. Er arbeitet, marschiert, meckert, tobt, flucht, lobt, feuert an und ist vor dem gegnerischen Tor seit je her ein Gefahrenherd. Wie schon in den Wochen zuvor ging er aufgrund einer Bänderverletzung angeschlagen in die Partie. Gegen den Meister der letzten Landesliga-Saison FC Schönberg wollte „Tommy“ seinem Team unbedingt helfen, denn die Situation war nach dem verlorenen Bölkow-Spiel nicht einfach: Verliert Dynamo auch gegen den FC95, ist das Spitzentrio erstmal ein Stück weg. Gewinnt die SG, ist man wieder voll im Rennen.

Trainer Denny Jeske hatte sich für das Spiel gegen seine Ex-Mannschaft etwas einfallen lassen. Dynamo agierte im Vergleich zu den vergangenen Spielen etwas kompakter und abwartender. Dadurch hatten die Gäste sehr große Spielanteile und sehr viel Ballbesitz. Bis zum letzten Drittel sah das auch sehr gefällig aus, aber danach war zumeist Endstation. Entweder blieben sie im gut arbeitenden Defensivverbund hängen oder der umsichtig und sicher agierende Sven Scharnitzki im Dynamo Tor war zur Stelle. Dynamo versuchte es mit Kontern. Nach 8 Minuten rückte der heute bärenstarke Hannes Köhn mit auf und fand sich nach Zuspiel von Thomas Friauf am rechten Flügel aus etwas spitzen Winkel vorm Schönberg Tor wieder. Sein Torschuß wehrte der Gäste-Keeper zur Ecke ab. In der 23. Minute wieder eine Balleroberung der Roten auf Höhe der Mittellinie: Clemens Lange bedient den mitgeeilten Thomas Friauf, der mit dem Rücken zum Tor mit seinem schwächeren linken Bein das Leder wunderschön volley in die Maschen jagte. Was für ein Traumtor! Eigentlich ein Tor, von dem Tommy die kommende Nacht noch träumen sollte, doch leider kam es dann ganz anders: In der 36. Minute kommt es an der Außenlinie in der Dynamo-Hälfte zu einem knackigen, aber fairen Zweikampf. In dessen Folge trifft ein Schönberger Spieler Schwerins Nummer 10 unglücklich im Gesicht. Die Folgen sind schnell für jeden der fast 300 Zuschauer der Paulshöhe schnell sichtbar: Mit krummer Nase und blutüberströmt muss Thomas ins Krankenhaus gebracht werden, wo er auch die Nacht verbringen musste. Statt süßer Träume vom eigenen Traumtor nun ein unbequemes Krankenhausbett im Mehrpatientenzimmer- na herrlich! Das Nasenbein ist gebrochen und die Nasenscheidewand eingerissen. Kommende Woche muss er operiert werden. GUTE BESSERUNG. Tommy!

Die zweite Halbzeit ist recht schnell erzählt: Dynamo diszipliniert in der Verteidigung und auf der Lauer nach Kontern und Schönberg auf der Suche nach dem finalen Pass. Nach einigen guten Kontermöglichkeiten, die zum Teil katastrophal zu Ende gespielt wurden, setzte der völlig ausgepumpte Clemens Lange fünf Minuten vor dem Ende endlich den Deckel drauf: Sven Scharnitzki hatte einen Schuss der Gäste festgehalten und schnell auf Schwerins Neuner abgeschlagen. Mit dem letzten Tropfen Sprit im Tank und einer Menge Willen vollstreckte Clemens Lange mit seinem 7. Saisontreffer zum 2:0 Endstand.

Am Ende ein verdienter Sieg, auch wenn das Spiel kein Augenschmaus war. Dynamo wollte die 3 Punkte, egal wie, und erkämpfte sie sich. Für die Mannschaft war es wichtig zu sehen, dass sie auch mit Kampf und Disziplin erfolgreich sein und endlich auch mal ein Spitzenspiel siegreich gestalten kann.

Zuschauer: 277

SG Dynamo Schwerin: Sven Scharnitzki – Tristan Krause, Marcel Grube, Mathias Hopp, Maik Kochan – Thomas Friauf (verl., 37. Marvin Arnheim), Fabian Brickwedde, Hannes-Michel Köhn, Nico Leistikow – Dmytro Pylypchuk (67. Daniel Scheel), Clemens Lange (89. Christian Klingenberg)
Des Weiteren im Kader: Ole Szabries – Tim-Ole Arnheim, Dennis Baumann, Patrick Burmeister

FC Schönberg 95: Sven Schmidtke – Theodoros Efthymiadis, Hannes Komoss, Florian Köpke, Nick Heymann, Thomas Aldermann (76. Max Iserhot), Tom Körner, Marcus Klaczinski, Niklas Kahle (46. Marino Strauch), Sebastian Burmeister, Marcel Behm (57. Danny Cornelius)
Des Weiteren im Kader: Paul Scherz – Hendrik Schröter, Mario Plotzke, Chris Kowalski

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