Aus den "Niederungen des Amateurfußballs"?

Schweriner Vereine wollen Profifußball in der Landeshauptstadt

KooperationsvereinbarungKooperationsvereinbarungIm Dunkeln ist gut munkeln: Geschäftsführer Peter Brügmann, Vorsitzender Hans-Jürgen Barkholz, beide vom SSC, Dynamo-Vorsitzende Grit Liborius, Vize-Aufsichtsratschef Daniel Meslien und Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Radtke, beide ebenfalls Dynamo, (v. l.) unterschrieben eine Kooperationsvereinbarung.

Schwerin, 27.1.11
Der Schweriner Sportclub (SSC) und Dynamo Schwerin rücken enger zusammen. Dies ist das Ergebnis nach mehreren Gesprächen zwischen den Spitzen beider Vereine, zu dessen Abschluss eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterschrieben wurde. Deren Ziel ist es, den Leistungsfußball in Schwerin zu fördern und die damit verbundenen materiellen und personellen Ressourcen zu bündeln. Die beiden Vorstandsvorsitzenden Hans-Jürgen Barkholz (SSC) und Grit Liborius (Dynamo) teilen mit: „Schwerin dümpelt seit Jahren in den Niederungen des Amateurfußballs dahin und ist damit die fußballerisch schwächste Landeshauptstadt. Die Fußballfans in unserer Region erwarten zu Recht, dass die größeren Vereine alles dafür tun, diesen Zustand zu beenden. Wir wollen uns zukünftig auf die Gemeinsamkeiten und nicht auf die Unterschiede konzentrieren.“
Zunächst, ab Beginn der Rückrunde, wird gemeinsam trainiert. Der nächste Schritt soll dann im Frühjahr mit der Gründung einer gemeinsamen Fußball-GmbH erfolgen, wo ausschließlich der leistungsorientierte Fußball angesiedelt werden soll. „Die GmbH ist für fußballbegeisterte Unternehmer eine noch attraktivere Möglichkeit, Deutschlands Sportart Nummer eins finanziell zu unterstützen. Im Rahmen dieser Union werden die Kräfte gebündelt und gewährleistet, dass alle Energie in die Schweriner Rückkehr in die Oberliga gesteckt wird, um dann den Kampf um den Regionalligaaufstieg vorzubereiten“, erläuterten Liborius und Barkholz die Hintergründe.
Damit die Tradition der beiden Vereine auch weiterhin gewahrt wird, bleiben sie voll mit ihren jeweiligen Sparten erhalten. Der nun gemeinsam vereinbarte Weg soll aber nicht auf Dauer allein gegangen werden. Beide Vereine betonten deutlich, dass sie sich über jeden Verein aus der Region freuen, der sich in die gemeinsame Arbeit mit einbringt. Barkholz blickt dabei auch auf den derzeit leistungsstärksten Schweriner Fußballverein, den FC Eintracht Schwerin: „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Vorsitzenden Reinhard Henning. Der FCE ist mit seinen erfahrenen Trainern und ehrgeizigen Spielern ein wichtiges Standbein im Schweriner Fußball und damit unverzichtbar, wenn man den Leistungsfußball möglichst schnell auf das von den Schwerinern gewünschte Niveau heben will.“
Besonders erfreut zeigten sich beide Vereine über den Beschluss der Stadtvertretung, insgesamt 380.000 Euro für das Fußballzentrum in Lankow bereitzustellen. Damit kann nun zügig mit der kompletten Planung der Infrastruktur und des Funktionsgebäudes, indem die Sanitärtrakte, Büro- und Tagungsräume untergebracht werden, begonnen werden. Diese würden dann nach der Fertigstellung die veralteten Räume in Lankow und in der Paulshöhe ablösen.
Grit Liborius fügt hinzu: „Der FC Mecklenburg Schwerin wird als Förderverein im Namen und mit den drei großen Vereinen SSC, Dynamo und Eintracht und der Verwaltung hier sehr moderne Trainingsmöglichkeiten schaffen. Das erleichtert das Halten von guten und jungen Spielern, wird aber auch junge Spieler aus der Region nach Schwerin locken. Am Ende gewinnen also alle – die Stadt und der Fußball. Der Weg, den wir mit der Fußball-Union gehen werden, ist absolut richtig und für uns alternativlos.“

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 31. Januar 2011 um 14:13 Uhr

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