4:2 in Bad Doberan: Lange-Hattrick rettet Dynamo!
22. Oktober 2017
C- Junioren weiter ohne Punktgewinn
5. November 2017

Vom Winde verweht: Dynamo mit schmeichelhaften 2:2 gegen PSV Wismar

Vom Winde verweht: Dynamo mit schmeichelhaften 2:2 gegen PSV Wismar

Es war recht ungemütlich auf der Paulshöhe: Starker, böiger Wind und Regenschauer ließen bereits früh vermuten, dass die Landesliga-Partie Dynamo Schwerin gegen PSV Wismar kein Augenschmaus werden dürfte. Die SG war gewarnt: Wismar hatte vor Wochenfrist den bis dahin verlustpunktfreien Kühlungsbornern ein Remis abgetrotzt. Trainer Denny Jeske bot mit Clemens Lange, Daniel Scheel, Dima Pylypchuk und Thomas Friauf gleich 4 gelernte Stürmer in der Startelf auf und wollte so früh Druck ausüben. Dieser Matchplan glückte jedoch überhaupt nicht. Im Gegenteil: Die Gäste übernahmen von Beginn an das Kommando und hatten in den ersten zwanzig Minuten gleich drei riesige Chancen in Führung zu gehen. Immer wieder rollten die Angriffe vor allem über Dynamos linke Abwehrseite, wo Tristan Krause sich in der Dreierkette sichtbar unwohl fühlte und sein Vordermann Dima Pylypchuk defensiv nicht diszipliniert mit nach hinten arbeitete. Insgesamt mutete das Defensivverhalten der Schweriner Mannschaft recht dilettantisch an. Wenn die Gastgeber dann mal in Ballbesitz waren, wurde der Ball entweder zu lange gehalten oder planlos nach vorne gespielt. Eine Ausnahme mal die 28. Minute, als Tristan Krause endlich mal flach und scharf in die Schnittstelle auf den gestarteten Daniel Scheel passte. Scheel bedankte sich mit seinem 5. Saisontreffer zum schmeichelhaften 1:0. Jetzt konnte sich Dynamo mal für einige Minuten befreien und es roch sogar mal kurz nach dem 2:0. Aber eine ganze Reihe von Standarts verpuffte ergebnislos. Als Fabian Brickwedde im eigenen Strafraum scharf angelaufen wurde und den Ball dann zum Torwart zurückspielte, passierte es: Die Rückgabe setzte vor dem seit der 3. Minute angeschlagenen Sven Scharnitzki unglücklich auf, so dass dessen Abschlag völlig missriet und direkt bei Wismars Goalgetter Aram Jeghiazarjan landete. Der sagte artig „Danke“- 1:1. (38.)

Die Gäste aus der Hansestadt erwischten wieder den besseren Start nach dem Wechsel und gingen in der 50. Minute durch einen Kopfballtreffer von William Algie 1:2 in Führung, was zu diesem Zeitpunkt auch völlig dem Spielverlauf gerecht wurde. Es kam sogar noch dicker, denn bei Keeper Scharnitzki ging nun gar nichts mehr: Er musste aufgrund einer schweren Verletzung an den Adduktoren raus. Da Dynamo keinen anderen Torwart auf der Bank hatte, wechselte sich Denny Jeske ein. Für Jeske, der sich beim Spiel in Plate eine Kreuzbandverletzung zugezogen hatte, sicherlich das Debüt in seiner sportlichen Laufbahn.

Schwerin versuchte nun nochmal alles und konnte tatsächlich die Schlussphase für sich gestalten. In der 70. Minute erzielte einmal mehr Clemens Lange den Ausgleich, der eine schöne Hereingabe von Tristan Krause gekonnt mit der Brust runternahm und einnetzte. Eigentlich war jetzt noch genug Zeit auf der Uhr um die Partie noch vollends zu drehen, oft genug haben die Dynamos es in dieser Saison ja auch schon bewiesen, aber diesmal reichte es nicht. Dabei hatte Clemens Lange kurz vor dem Abpfiff nach einer Ecke sogar noch die Gelegenheit per Kopf für den Lucky Punch- aber das wäre des Guten wohl auch zuviel gewesen, denn der PSV hatte sich diesen Punkt, gerade aufgrund der starken ersten Halbzeit redlich verdient.

Dynamo hat nun 8 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter und muss erkennen, dass man zu Recht da steht, wo man zur Zeit steht: Auf Platz 4 der Landesliga in Lauerstellung aber nicht in der Spitze. Am kommenden Sanstag um 14 Uhr steht wieder ein Heimspiel an: Der Lübzer SV wird dann zu Gast auf der Paulshöhe sein!

SG Dynamo Schwerin: Sven Scharnitzki (verl., 51. Denny Jeske) – Tristan Krause, Mathias Hopp, Hannes-Michel Köhn – Dmytro Pylypchuk (verl., 62. Vasil Kostadinov), Fabian Brickwedde, Petro Alergush, Marcel Grube, Thomas Friauf (46. Marvin Arnheim) – Daniel Scheel, Clemens Lange
Des Weiteren im Kader: Tim-Ole Arnheim, Dennis Baumann, Maik Kochan

PSV Wismar: Marcel Lewerenz – Marco Rohloff, Marc Moslehner, Maximilian Voß, Aram Jeghiazarjan, William-Laurent Algie (83. Benjamin Fuchs), Leon Lingk (90+3. Tom Kloke), Bob Henschel, Paul Trettin, Sven Lorek (77. Erik Meyer), Danielo Schwarz
Des Weiteren im Kader: Steffen Neubauer, Alexander Mednow, Daniel Gertz, Thomas Glaubitz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.