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Pampow gelingt das entscheidende Tor zum Sieg

Zuallererst geht ein großer Dank an die Dynamo-Fans für die tollen Choreos, dann danken wir Pampow für dieses tolle (wenn auch auf Grund der vielen Fehlpässe auf beiden Seiten nicht hochklassig) und faire Spiel und gratulieren ihnen natürlich auch zum Einzug in die nächste Runde. Zu diesem unterhaltsamen Spiel trug auch das abgeklärte Schiedsrichterkollektiv bei, auch wenn dem Schiedsrichter hintenraus etwas das Fingerspitzengefühl verloren ging.

Es entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel, wobei es Pampow zunächst leichter fiel in Strafraumnähe zu kommen, ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. Drei Distanzschüsse verfehlten ihr Ziel deutlich, ehe in der 24. Minute die erste nennenswerte Aktion des Spiels passierte. Die gehörte aber nicht etwa Pampow, sondern den Dynamos. Johannes Ernst schickte Evgeni Pataman, der den Ball am linken Strafraumeck vor Ronny Losereit erlief und dann im Bruchteil einer Sekunde die falsche Entscheidung traf. Anstelle den Ball im vollem Lauf an ihm vorbei zulegen und ins leere Tor zu schieben, versuchte er es sofort mit einem Schuss, den Ronny Losereit abwehren konnte. Der erste Schuss auf das Tor der Dynamos resultierte aus einem Freistoß des MSV. Den Freistoß von Marvin Runge wehrte Vjaceslavs Serdcevs zur Ecke ab (31.). Wie schwer sich beide Mannschaften taten zeigte auch die 39. Minute, als es Pampows Kapitän Mathias Reis vom Mittelkreis versuchte und den Ball zur linken Eckfahne jagte. Vjaceslavs Serdcevs hielt in der 41. und 42. Minute zwei ungefährliche Distanzschüsse von Christian Degener und Marvin Finkenstein und wehrte anschließend einen Freistoß von Alan Dudiev ab (44.). So ging es torlos in die Kabinen.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften. Es entwickelte sich ein für den Schiedsrichter immer schwierigeres Spiel, da sich beide Mannschaften zeitweise fast sekündlich in intensive Zweikämpfe am Rande des erlaubten verwickelten. Durch die gute Linie des Schiedsrichters litt der Spielfluss jedoch darunter nicht. Sarmat Ezeti, mit 18 Jahren der Jungspund der Dynamos, unterlief dann in der 58. Minute der folgenschwere Fehler, der dieses Spiel am Ende entscheiden sollte. Aus diesem Fehler wird er lernen. Bei einer harmlosen Flanke ins Niemandsland klärte er den Ball in die Mitte. Marvin Finkenstein nahm sich aus ca. 25 Metern ein Herz und versenkte den Ball rechts unten zum 0:1. Die Dynamos änderten nun ihr System und wurden etwas dominanter als Pampow, ohne jedoch vor dem Tor zwingend zu werden. So spielte Arsen Tsagaraev einen schönen Flugball hinter die Abwehr des MSV auf Dynamos Torjäger Johannes Ernst. Doch anstatt diesen wie gewohnt mitzunehmen und frei auf das Tor zuzulaufen, sprang er ihm viel zu weit vom Fuß und Ronny Losereit konnte ihn nehmen (78.). In der 82. Minute konnten sich die Dynamos mal bis in den Strafraum kombinieren, Johannes Ernst scheiterte jedoch aus einem Meter an dem klasse haltenden Ronny Losereit. Auf der anderen Seite hielt Vjaceslavs Serdcevs einen Distanzschuss von Alan Dudiev ohne Probleme (85.). Danach kamen 10 Minuten (incl. fast 5 Minuten Nachspielzeit) in denen die Dynamos das vorherige Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters vermissten, pfiff er doch nicht einen einzigen Freistoß für die Dynamos in der Nähe des Pampower Strafraums. Spätestens in der dritten Minute der Nachspielzeit hätten sich die Pampower über einen Elfmeterpfiff nicht beschwert und atmeten tief durch. So wurde das tolle Publikum auch nicht mit der verdienten Verlängerung dieser Partie belohnt.

Dieses Spiel war erneut Werbung für den Schweriner Fußball. Und wenn es nach diesem Spiel noch einen Schweriner Stadtvertreter gibt, der nicht verstanden hat, warum Paulshöhe bleiben muss, dem ist dann auch nicht mehr zu helfen.

Für die Dynamos blieb das Fazit, dass man in 90 Minuten nicht einen Schuss im eigenen Strafraum zugelassen hatte und selber drei Hochkaräter vergeben hatte. So muss man mit der Niederlage leben und kann sich voll auf die Liga konzentrieren, wo nächstes Wochenende in Hagenow die nächsten 3 Punkte für das Ziel Aufstieg her sollen. 

Zuschauer: 420 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Florian Strübing 

1. Assistent: Sven Frericks

2. Assistent: Toni Schwager

Gelbe Karten SG Dynamo Schwerin: 90+3. Evgeni Pataman (1. im Pokal, Meckern)

Gelbe Karten MSV Pampow: keine

SG Dynamo Schwerin: Vjaceslavs Serdcevs – Thomas Friauf (verl., 62. Alexander Pataman), Dmytro Lahola, Sebastian Drews, Sarmat Ezeti (81. Marvin Arnheim) – Taras Khlan, Christoph Hasselmann, Paul Berger – Evgeni Pataman, Johannes Ernst, Arsen Tsagaraev 

Des Weiteren im Kader: Sebastian Krischollek – Justin Gerhardt, Seli Qorri, Mario Schilling, Ivan Tkach

MSV Pampow: Ronny Losereit – Justin Liam Hoffmann, Mathias Reis, Edon Fetahi – Rei Oami, Alan Dudiev – Marvin Finkenstein (68. Dominic Schnabl), Christian Degener (81. Marcus Borgmann), Marvin Runge – Ilkwon Park, Jonas Paper (65. Malte Pruchner)

Des Weiteren im Kader: Christian Maaske – Jannik Zotke, Daniel Olaoye, Justin Mehrkühler 

Torfolge:

0:1 58. Marvin Finkenstein (1. im Pokal)

Spiel in Kurzform:

2. Distanzschuss Christian Degener deutlich links vorbei 

6. Distanzschuss Jonas Paper deutlich rechts vorbei 

18. Distanzschuss Jonas Paper rechts vorbei 

21. Sebastian Drews nach Ecke übers Fangnetz 

24. Johannes Ernst schickt Evgeni Pataman, scheitert am linken Strafraumeck an Ronny Losereit 

31. Freistoß Marvin Runge, Vjaceslavs Serdcevs wehrt zur Ecke ab 

31. bei der anschließenden Ecke schießt Mathias Reis so hoch drüber, da hätte die doppelte Höhe des Fangnetzes nicht gereicht

39. Distanzschuss Mathias Reis vom Mittelkreis zur linken Eckfahne 

41. Distanzschuss Christian Degener, Vjaceslavs Serdcevs hält

42. Distanzschuss Marvin Finkenstein, Vjaceslavs Serdcevs hält

44. Freistoß Alan Dudiev, Vjaceslavs Serdcevs wehrt ab 

Halbzeit 0:0

58. 1:0 Sarmat Ezeti wehrt zu kurz ab, Distanzschuss Marvin Finkenstein 

60. Ilkwon Park von Strafraumgrenze deutlich links vorbei 

67. Sebastian Drews nach Ecke übers Fangnetz 

78. Johannes Ernst kriegt Ball von Arsen Tsagaraev nicht mitgenommen 

82. Johannes Ernst scheitert aus kurzer Entfernung an Ronny Losereit 

85. Distanzschuss Alan Dudiev, Vjaceslavs Serdcevs hält