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Bevor wir zum Spiel kommen, welches die SG Dynamo Schwerin mit 3:1 nach Verlängerung gegen den FC Anker Wismar gewann, ein paar Worte an die Zuschauer. Es tut uns sehr Leid, dass wir auf Grund der Corona-Auflagen mehreren hundert Zuschauern den Zutritt verweigern mussten. 800-900 Karten hätten wir bestimmt verkaufen können. Wir hoffen ihr bleibt Dynamo trotzdem erhalten und besucht eines der nächsten Heimspiele. Rechtzeitiges Erscheinen erhöht die Chance noch eine Karte zu erhalten. Und irgendwann im nächsten Jahr wird es hoffentlich wieder möglich sein ALLE gemeinsam die Siege zu feiern. Und nun ein riesiges Dankeschön an die Dynamo-Fans, welche sich das Spiel ansehen konnten und für diese Gänsehaut-Stimmung sorgten.

Es entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel, bei dem beiden Mannschaften in Strafraumnähe die zündende Idee fehlte. So dauerte es bis zur 35. Minute ehe der erste gefährliche Schuss des Spiels auch gleich saß. Ein schöner Fernschuss-Strahl von Johannes Plawan schlug unhaltbar zum 0:1 unter der Latte ein. Drei Minuten später hielt Vjaceslavs Serdcevs einen Schuss von Marco Bode. Die Riesenchance zum Ausgleich hätte sich in der 44. Minute entwickeln können als Christoph Hasselmann den Ball in den Lauf von Johannes Ernst köpfte. Doch anstatt frei auf das Tor zuzulaufen, kam er ins straucheln, fiel schließlich hin und die Möglichkeit war verpufft. So ging Anker mit einer 0:1 Führung in die Kabinen.

Die Dynamos zeigten aber gleich 65 Sekunden nach Wiederanpfiff, dass sie noch an sich glaubten. Arsen Tsagaraev legte den Ball schön von der Grundlinie zurück, allerdings jagte Thomas Friauf ihn über das Tor. In der 61. Minute war es dann aber so weit. Justin Gerhardt schippte den Ball über die Abwehr und Johannes Ernst netzte eiskalt zum 1:1 ein. Nach Zuspiel von Ivan Tkach scheiterte Johannes Ernst an Mirco Seide (79.). Nach Zuspiel von Johannes Ernst scheiterte auch Thomas Friauf an Mirco Seide (85.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit führte Arsen Tsagaraev einen Einwurf schnell aus, Johannes Ernst dribbelte auf den Strafraum zu und zog von der Grenze kräftig ab. Mirco Seide machte sich lang und wehrte den Schuss stark zur Ecke ab.

In der Verlängerung merkte man beiden Mannschaften die nachlassenden Kräfte an. Dynamo hat schon die höchsten Fangnetze in Schwerin, aber Anker maß das Stadion bei seinen fast schon verzweifelten Distanzschüssen so aus, dass auch diese nicht reichten. Fast mit dem Pausenpfiff der Verlängerung prüfte Petro Alergush Vjaceslavs Serdcevs mit einem Distanzschuss, den dieser über die Latte wischte. Die Führung für Dynamo hatte Johannes Ernst in der 109. Minute auf dem Fuß. Nach einer Flanke von Ivan Tkach hatte die Anker Hintermannschaft ihn völlig aus den Augen verloren. Aus 1-2 Metern konnte er sich aussuchen in welche Ecke er einschiebt. Doch wohl zu viele Gedanken im Kopf habend traf er den Ball so gut wie garnicht und er trudelte in die Arme von Mirco Seide. Einen Distanzschuss von Sahid Wahab hielt Vjaceslavs Serdcevs ohne Probleme (113.). Nur eine Minute später traf auf der Gegenseite Johannes Ernst nach einem Zuspiel von Alexander Pataman ansatzlos von der Strafraumgrenze zum 2:1. Johannes Ernst war es auch vorbehalten den spektakulären Schlusspunkt dieser Partie zu setzen. Als er in der Schlussminute sah, dass Mirco Seide weit vor seinem Tor stand, zog er fast von der Mittellinie ab und traf per Aufsetzer zum 3:1 in den rechten Winkel. Nun kannte der Jubel der Dynamos keine Grenzen mehr.

Zuschauer: 420 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Florian Markhoff

1. Assistent: Jan-Arne Seep

2. Assistent: Oliver Nitzsche

Gelbe Karten SG Dynamo Schwerin: keine

Gelbe Karten FC Anker Wismar: 62. Wootaek Choi, 85. Johannes Plawan (beide Foulspiel)

SG Dynamo Schwerin: Vjaceslavs Serdcevs – Sarmat Ezeti, Dmytro Lahola, Sebastian Drews, Alexander Pataman – Justin Gerhardt (72. Ivan Tkach), Taras Khlan, Christoph Hasselmann, Arsen Tsagaraev – Johannes Ernst, Thomas Friauf 

Des Weiteren im Kader: Sebastian Krischollek – Marvin Arnheim, Raik Oberländer, Seli Qorri

FC Anker Wismar: Mirco Seide – Marco Bode, Marcel Ottenbreit, Sahid Wahab, Guilherme Esteves Lima, Leon Nevermann (82. Danny Kambs/116. Maximilian Lüdtke), Alex Kurjanov, Johannes Plawan (106. Daniel Scheel), Philipp Unversucht, Wootaek Choi (80. Petro Alergush), Tom Dornick

Des Weiteren im Kader: Marcel Steinke – Wahid Abasi, Sungwook Hwang

Torfolge:

0:1 35. Johannes Plawan (1. der Pokalsaison)

1:1 61. Johannes Ernst (3.)

2:1 114. Johannes Ernst (4.)

3:1 120. Johannes Ernst (5.)

Spiel in Kurzform:

4. Justin Gerhardt von Strafraumgrenze links vorbei 

20. Distanzschuss Johannes Plawan links vorbei 

22. Ecke, Kopfball Tom Dornick hoch links vorbei 

35. 0:1 Distanzschuss Johannes Plawan

38. Schuss Marco Bode, Vjaceslavs Serdcevs hält

44. Johannes Ernst durch nach Kopfballvorlage Christoph Hasselmann, aber stolpert und fällt hin

Halbzeit 0:1

65 Sekunden Arsen Tsagaraev legt zurück, Thomas Friauf drüber 

59. Distanzschuss Leon Nevermann deutlich rechts vorbei 

61. 1:1 Johannes Ernst nach Pass Justin Gerhardt

79. Ivan Tkach auf Johannes Ernst, Mirco Seide hält

85. Johannes Ernst auf Thomas Friauf, Mirco Seide hält

88. Distanzschuss Sahid Wahab zur rechten Eckfahne 

90. Guilherme Esteves Lima von Strafraumgrenze rechts vorbei 

90+2. schneller Einwurf Arsen Tsagaraev auf Johannes Ernst, von Strafraumgrenze, Mirco Seide stark zur Ecke

Ende der regulären Spielzeit 1:1

97. Eckball, Kopfball Sahid Wahab über das Fangnetz 

99. Distanzschuss Taras Khlan knapp links vorbei 

101. Distanzschuss Guilherme Esteves Lima deutlich über das Fangnetz 

105. Distanzschuss Petro Alergush, Vjaceslavs Serdcevs wischt ihn über die Latte 

Halbzeit Verlängerung 1:1

107. Distanzschuss Petro Alergush über das Fangnetz 

109. Flanke Ivan Tkach, Johannes Ernst aus 2 m trifft den Ball nicht, Mirco Seide nimmt ihn auf

113. Distanzschuss Sahid Wahab, harmlos, Vjaceslavs Serdcevs nimmt ihn auf

114. 2:1 Johannes Ernst nach Pass Alexander Pataman 

120. 3:1 Johannes Ernst schießt ihn von der Mittellinie in den rechten Winkel