Dynamo Schwerin hat im drittletzten Heimspiel der Saison einen weiteren bitteren Rückschlag hinnehmen müssen. Beim 0:1 gegen den BSV Eintracht Mahlsdorf ging es um mehr als nur drei Punkte – es ging um ein Zeichen. Und dieses Zeichen blieb aus.
Auf schwierigem Untergrund entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine zähe Partie, in der sich beide Mannschaften lange neutralisierten. Doch was im Abstiegskampf zählt, ist nicht nur Stabilität – es ist der unbedingte Wille, den Unterschied zu machen. Und genau dieser Wille war zu selten erkennbar. Die große Chance kurz vor der Halbzeit hätte ein Wendepunkt sein können. Ein Tor, das Mut gibt, dass ein Stadion mitnimmt, das Kräfte freisetzt. Doch sie wurde vergeben. Und mit ihr vielleicht mehr als nur eine Führung.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle – entschlossener, wacher, klarer in ihren Aktionen. Der Treffer nach einer Ecke war kein Zufall, sondern die Konsequenz aus diesem Spiel. Und dann? Dann blieb zu lange zu wenig. Mahlsdorf war dem zweiten Treffer näher als Dynamo dem Ausgleich. Die Minuten verstrichen, ohne dass das Gefühl entstand, dass dieses Spiel noch einmal kippen könnte. Erst in der Schlussphase bäumte sich die Mannschaft auf – zu spät.
Dynamo Schwerin kommt im Tabellenkeller nicht entscheidend voran, die Leistungen bleiben zu oft hinter den Anforderungen eines Abstiegskampfes zurück. Fünf Spiele bleiben noch. Fünf Spiele, in denen es nicht mehr um Entwicklung oder Ansätze geht, sondern ausschließlich um Punkte.
Der Blick richtet sich nun auf das kommende Duell beim direkten Konkurrenten FSV Optik Rathenow. Ein Spiel, das kaum mehr Spielraum lässt. Wer dort nicht besteht, läuft Gefahr, den Anschluss endgültig zu verlieren.
Die Situation ist klar. Die Frage ist, ob die Mannschaft darauf die richtige Antwort findet, denn eigentlich ist es die individuell beste Mannschaft seit unserem Oberliga- Aufstieg, aber auch die zweitschlechteste Rückrundenmannschaft der NOFV-Oberliga Nord!
Schreibe einen Kommentar