Der Abstieg der SG Dynamo Schwerin aus der NOFV-Oberliga Nord rückt nach vier Jahren immer näher. Auch das Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock II ging am Freitagnachmittag verloren – trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause.
Beim 0:1 (0:1) gegen die jungen Hanseaten fiel der entscheidende Treffer bereits in der ersten Hälfte – und die hatte es aus Schweriner Sicht in sich. Zu passiv, zu fehleranfällig und offensiv kaum vorhanden präsentierte sich Dynamo über weite Strecken des ersten Durchgangs und ließ die Gäste verdient in Führung gehen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft von Jano Klempkow ein anderes Gesicht. Mit mehr Intensität und größerem Willen arbeitete sich Dynamo ins Spiel, blieb im letzten Drittel jedoch erneut zu ungefährlich. Die wenigen Chancen wurden nicht konsequent genug ausgespielt – ein Problem, das sich inzwischen durch die gesamte Rückrunde zieht.
Mit dem fünften sieglosen Spiel in Serie bleibt Dynamo auf einem Abstiegsplatz. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt weiterhin zwei Punkte – bei gleichzeitigem Druck durch die Konkurrenz, die an diesem Spieltag noch punkten kann. Die Situation verschärft sich spürbar.
Besonders deutlich wird die Krise im Angriff: Seit 391 Minuten wartet Dynamo auf ein Tor aus dem Spiel heraus, insgesamt liegt der letzte Treffer 297 Minuten zurück – und fiel per Elfmeter. Aus dem laufenden Spiel heraus fehlt es aktuell schlicht an Durchschlagskraft.
Auch die Formkurve spricht eine klare Sprache: Zwei Unentschieden und drei Niederlagen aus den letzten fünf Spielen. In der Rückrundentabelle stehen zehn Punkte aus zwölf Partien zu Buche – verbunden mit der schwächsten Offensive der Liga.


Die Moral ist teilweise erkennbar, der Wille ebenfalls – doch im Abstiegskampf zählen am Ende nur Ergebnisse. Aber dafür stand die Mannschaft wieder viel zu tief, die Offensive hing in der Luft und jeweils nur eine annehmbare Halbzeit sind dann einfach zu wenig. Wer nicht auf das Tor schießt, kann auch einfach nicht treffen! Dynamo steht jetzt vor 3 Wochen, in denen es keine Ausreden mehr gibt (so steht es schon in den letzten Spielberichten). Jeder Punkt, jedes Tor kann entscheidend sein. Noch ist nichts verloren – aber die Zeit, das Blatt zu wenden, wird spürbar knapper und die letzten drei Gegner haben es auch in sich!
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