Im Abstiegskampf ein wichtiges Zeichen gesetzt: Am drittletzten Spieltag reiste die SG Dynamo Schwerin zum S.D. Croatia Berlin und zeigte dabei eine kämpferische und konzentrierte Leistung. Schon vor dem Anpfiff war allen Beteiligten bewusst, welche Bedeutung dieses Spiel hatte. Ein Sieg war nahezu Pflicht, um den Anschluss an das rettende Ufer nicht endgültig zu verlieren.
Nach einer kurzen Abtastphase und einer ersten Möglichkeit für die Gastgeber übernahm Dynamo zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Anders als in den vergangenen Wochen erspielte sich die Mannschaft zahlreiche Torchancen und belohnte sich diesmal auch konsequent dafür. Noch vor der Pause stellte Dynamo mit drei Treffern die Weichen früh auf Sieg. Zweimal Reit sowie Camkins sorgten für eine verdiente 3:0-Führung. Weitere Treffer wären bereits im ersten Durchgang möglich gewesen, doch mehrfach fehlte im letzten Moment das richtige Timing gegen die Abseitslinie.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Berliner deutlich präsenter und körperlicher aus der Kabine und versuchten, noch einmal Druck aufzubauen. Doch auch hier zeigte sich ein Unterschied zu den vergangenen Spielen: Die Defensive stand deutlich stabiler, arbeitete geschlossen und konnte viele Angriffe bereits im Ansatz unterbinden.
Die endgültige Entscheidung fiel schließlich durch den eingewechselten Randy Dei. Mit einem sehenswerten Freistoß aus rund 22 Metern erhöhte er auf 4:0 und sorgte damit endgültig für klare Verhältnisse. In der Nachspielzeit setzte Dei mit seinem zweiten Treffer des Tages sogar noch den Schlusspunkt zum 5:0-Endstand. Ein kleines Wort noch zu den Unparteiischen. Heute wurde das Spiel von 3 Schiedsrichterinnen geleitet und sie waren vielleicht sogar die besten Akteure auf dem Platz, in einem nicht immer einfachen Spiel. Dazu herzlichen Glückwunsch!
Nach den vielen Rückschlägen der vergangenen Wochen war dieser Erfolg Balsam für die Seele. Dennoch weiß jeder im Umfeld der Mannschaft, dass der Weg noch nicht zu Ende ist. Jetzt gilt es, die Energie und Geschlossenheit aus diesem Spiel mitzunehmen und in die letzten beiden Saisonspiele zu tragen.
Die Aufgaben könnten dabei kaum größer sein: Zunächst wartet zuhause der SV Lichtenberg 47, der weiterhin mitten im Aufstiegsrennen steckt, ehe am letzten Spieltag auswärts mit der SG Union Klosterfelde die beste Rückrundenmannschaft der Liga wartet.
Mit der Leistung, die Dynamo an diesem Wochenende gezeigt hat, braucht sich die Mannschaft jedoch vor keiner dieser Aufgaben zu verstecken — und hat den Klassenerhalt wieder in der eigenen Hand.
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