Lübzer Pils Landespokal | 1. Runde
Sievershäger SV – SG Dynamo Schwerin 2:4 (0:2)
In dieser Saison ist vieles neu bei unserer Ersten. Nach dem Abstieg aus der Oberliga wurde die Mannschaft neu formiert, ein neues Trainerteam übernahm die Verantwortung – und selbst äußerlich ist die Veränderung sichtbar: Dynamo spielt wieder in Weinrot. Am Samstag wurde aus all dem erstmals Ernst. Keine Vorbereitung mehr, kein Testspiel, sondern die erste Pflichtspielaufgabe der Saison. In der 1. Runde des Lübzer Pils Landespokals führte der Weg zum Landesligisten Sievershäger SV.
90 Minuten später stand fest: Der erste Schritt ist gemacht.
Viel Ballbesitz – aber zunächst wenig Rhythmus
Unsere Mannschaft übernahm von Beginn an viel Ballbesitz, fand allerdings nur schwer in die Partie. Gegen engagierte Gastgeber fehlte im eigenen Spiel zunächst noch die letzte Selbstverständlichkeit. Trotzdem gelangen Dynamo in der ersten Hälfte zwei Treffer zu optimalen Zeitpunkten. Und auch wenn spielerisch noch nicht alles rund lief, war die 2:0-Führung zur Pause aufgrund des Spielverlaufs absolut verdient. Sie hätte sogar deutlicher ausfallen können. Mehrfach bot sich die Gelegenheit, frühzeitig für klarere Verhältnisse zu sorgen. Doch die Chancenverwertung verhinderte eine höhere Pausenführung.
Die Konzentration blieb offenbar in der Kabine
Nach dem Seitenwechsel schien zunächst sogar der Ausbau der Führung in der Luft zu liegen. Eigentlich deutete wenig darauf hin, dass dieses Pokalspiel noch einmal richtig spannend werden könnte. Doch Fußball hält sich bekanntlich nicht immer an solche Drehbücher. Ein Fehlpass brachte Sievershagen die Möglichkeit zu einem schnellen Angriff – und plötzlich stand es nur noch 1:2. Dynamo hatte nach der Pause noch nicht wieder die Konzentration und Konsequenz gefunden, die über weite Strecken der ersten Hälfte vorhanden gewesen waren. Die Gastgeber spürten ihre Chance – und nutzten sie. Fast im Doppelschlag fiel tatsächlich das 2:2. Aus einer eigentlich komfortablen Pokalpartie war innerhalb kurzer Zeit wieder ein völlig offenes Spiel geworden.
Die richtige Antwort
Entscheidend war nun die Reaktion unserer Mannschaft. Dynamo fand wieder besser in die Partie, erhöhte die Konzentration und übernahm zunehmend wieder die Kontrolle. Die Mannschaft ließ sich vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus der Bahn werfen und erarbeitete sich erneut ihre Möglichkeiten. Am Ende standen zwei weitere Treffer und damit ein verdienter 4:2-Auswärtssieg. Dabei gehört zu einem Pokalspiel aber immer auch der Blick auf den Gegner. Der Sievershäger SV nutzte seine Phase nach der Pause, kämpfte sich nach einem 0:2 zurück in die Partie und verlangte unserer neu formierten Mannschaft einiges ab. Dafür gebührt den Gastgebern Respekt. Für Dynamo zählt am Ende das Entscheidende: Runde zwei ist erreicht.
Was bleibt?
Der erste Pflichtspieltag der neuen Saison ist Geschichte – und er endet mit einem Sieg. Vier eigene Tore, der Einzug in die nächste Pokalrunde und die Erkenntnis, dass diese neu formierte Mannschaft nach einem Rückschlag eine Antwort geben kann. Aber auch die Erkenntnis, dass noch Arbeit vor ihr liegt. Vielleicht passt genau das zu diesem Neustart. Nach dem Oberliga-Abstieg ist vieles neu. Mannschaft, Trainerteam, Liga – sogar die Farbe auf dem Platz ist wieder Weinrot. Niemand erwartet, dass nach wenigen Wochen schon jedes Rädchen perfekt ineinandergreift.
Aber der Anspruch muss sein, von Woche zu Woche besser zu werden. Die nächste Gelegenheit dazu wartet bereits.
Am kommenden Sonntag beginnt beim VfL Bergen 94 die neue Verbandsliga-Saison. Auch die Bergener sind mit einem Pokalerfolg in die Spielzeit gestartet und dürften mit entsprechendem Selbstvertrauen in das erste Punktspiel gehen. Für uns steht deshalb fest: In Bergen müssen wir uns weiter steigern, wenn wir unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden wollen.
Der erste Schritt ist gemacht. Der nächste wird schwerer.
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