Im Nachholspiel der NOFV-Oberliga Nord zeigte die SG Dynamo Schwerin eine leidenschaftliche Reaktion auf die Pleite beim Tabellenführer SV Tasmania Berlin – und trotzte dem Tabellenzweiten SV Lichtenberg 47 mit einem dramatischen 0:0 einen wichtigen Punkt ab.
Von Beginn an war klar, dass Dynamo diesmal ein anderes Gesicht zeigen wollte. Zwar gehörte die erste große Chance den Gastgebern, doch Schwerin setzte sofort ein Zeichen und hielt mutig dagegen. Früh wurde es brenzlig, als ein Freistoß der Berliner an die Latte krachte – Glück für Dynamo! In der Folge entwickelte sich ein intensives Duell. Lichtenberg mit mehr Ballbesitz, Dynamo mit Leidenschaft und Kampf. Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto mehr drückten die Gastgeber – doch Schwerin stemmte sich mit allem dagegen. Ein Kopfball kurz vor der Pause strich nur knapp über das Tor. Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen – ein erster Achtungserfolg.
Nach dem Seitenwechsel schien Dynamo zunächst selbst für den Paukenschlag sorgen zu wollen: Lokilo tankte sich stark durch, vergab aber ebenso wie Kazacoks wenig später. Danach begann die große Druckphase der Hausherren – und eine wahre Abwehrschlacht! Chance um Chance rollte auf das Tor von Dynamo zu. In der 52. Minute rettete Schilling spektakulär auf der Linie. Es folgten Abschlüsse im Minutentakt – knapp vorbei, drüber oder gehalten. Besonders Torwart Bergtholdt wuchs über sich hinaus und lenkte unter anderem einen Freistoß stark aus dem Winkel.
Doch damit nicht genug: In der Schlussphase wurde es dramatisch. In der 83. Minute rettete der Pfosten für Dynamo, der Nachschuss ging drüber. In der 89. Minute dann die nächste Wahnsinnsszene – Latte, Nachschuss aus kurzer Distanz von Bergtholdt gehalten, zweiter Nachschuss vorbei! Lichtenberg verzweifelte, Dynamo kämpfte. Selbst in der Nachspielzeit warf der Tabellenzweite noch einmal alles nach vorn, doch Schwerin verteidigte mit letzter Kraft – und wurde belohnt. Der Schlusspfiff fühlte sich an wie ein Sieg!
Während SV Lichtenberg 47 im Aufstiegsrennen zwei Punkte liegen lässt, feiert Dynamo einen echten Big Point im Abstiegskampf. Mit Leidenschaft, Wille und mannschaftlicher Geschlossenheit verlässt man vorerst die Abstiegsplätze. Viel Zeit zum Jubeln bleibt allerdings nicht: Bereits am Donnerstag wartet mit TSG Neustrelitz im dritten Auswärtsspiel in Serie das nächste Topteam.
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