Foto: Dietmar Albrecht
Zum letzten Heimspiel der Saison in der NOFV-Oberliga Nord empfing die SG Dynamo Schwerin den SV Lichtenberg 47. Bereits vor dem Anpfiff war klar, wie viel für beide Mannschaften auf dem Spiel stand: Während die Gäste dringend einen Sieg benötigten, um im Aufstiegsrennen zu bleiben, kämpfte Dynamo um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Am Ende durfte jedoch nur eine Mannschaft jubeln.
Die Partie begann mit hohem Tempo auf beiden Seiten. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem zunächst die Gäste die gefährlicheren Aktionen hatten. Mit zunehmender Spielzeit arbeitete sich Dynamo jedoch immer besser in die Begegnung und erspielte sich selbst gute Möglichkeiten. Doch wie so oft in dieser Saison fehlte am Ende das entscheidende Tor.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Intensität nochmals deutlich zu. Beide Mannschaften wussten um die Bedeutung dieses Spiels, und das war auf dem Platz spürbar. Lichtenberg gelang es dabei zunehmend, mehr Kontrolle über die Partie zu gewinnen und Druck aufzubauen. Dynamo stemmte sich mit großem Einsatz dagegen und hielt das eigene Tor mit Leidenschaft und auch dem nötigen Quäntchen Glück sauber.
Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden hindeutete und viele Zuschauer nach Ablauf der angezeigten Nachspielzeit schon auf den erlösenden Schlusspfiff warteten, ertönte die Pfeife des Schiedsrichters noch einmal — jedoch nicht zum Abpfiff.
Nach einer Flanke von der rechten Seite sprang der Ball einem Dynamo-Verteidiger an die Hand. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Handelfmeter für die Gäste — nach Ablauf der Nachspielzeit. Lichtenberg ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte zum späten 1:0-Auswärtssieg.
Für die SG Dynamo Schwerin war es ein bitterer Abend. Nach einer über weite Strecken engagierten und kämpferischen Leistung stand die Mannschaft erneut ohne Punkte da. Besonders schmerzhaft: Über lange Zeit war Dynamo auf dem Weg zu einem wichtigen Zähler im Abstiegskampf, ehe der späte Elfmeter die Heimspielsaison auf brutale Weise beendete.
Trotz der Enttäuschung bleibt noch eine letzte Chance. In zwei Wochen wartet das Endspiel um den Klassenerhalt. Dynamo reist zur SG Union Klosterfelde — der aktuell stärksten Rückrundenmannschaft der Liga. Dort hilft nur ein Sieg, verbunden mit der Hoffnung auf Punktverluste der direkten Konkurrenz im Tabellenkeller.
Die Ausgangslage ist schwierig. Aufgegeben hat sich bei Dynamo jedoch noch niemand.
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